Die Pflanzenheilkunde in der Tiertherapie – Kräuter zur Ergänzung der Ernährung

Die Pflanzenheilkunde in der Tiertherapie – Kräuter zur Ergänzung der Ernährung

Oft können wir schon vorbereitete Kräutermischungen wie zum Beispiel Bronchialkräuter für die Atemwege oder Magenkräuter bei zu Koliken neigenden Pferden kaufen. Genauso auch beruhigende Mischungen für Energiebündel, oder Mischungen für mehr Energie.

Nicht jeder Körper verträgt zum einen alle Kräuter oder und zum anderen ist auch zu bedenken, ob das Tier diese überhaupt benötigt.

Doch was kann schon passieren? Es sind doch nur „ein paar Kräuter“.  

Tiertherapie Annika Presutti-Stoiber

Der Begriff der Pflanzenheilkunde: Phytotherapie

Der Begriff Phytotherapie bedeutet Pflanzenheilkunde und ist eine der ältesten, naturwissenschaftlich basierten, medizinischen Therapieformen weltweit. Seit Jahrhunderten beschäftigen sich die Menschen mit den Heilkräften der Natur. 

So individuell wie jedes Lebewesen sind auch die Pflanzen jede für sich ganz individuell. 

Je nach Standort, Wuchs, äußeren Einflüssen und Erntebedingungen können deren Zusammensetzung der Wirkstoffe unterschiedlich sein. Glücklicherweise sind wir heute in der Lage Heilpflanzen zu immer gleichen Bedingungen zu kultivieren und zu ernten. Das ermöglicht uns eine möglichst gleichbleibende Menge an heilenden Wirkstoffen in jeder Pflanze. 

Somit haben wir nun die Möglichkeit die Pflanze in ihrer Menge und Konzentration an das zu behandelnde Tier anzupassen. Aufgrund dieser individuellen Eigenschaften, die jedes Lebewesen besitzt, wäre demnach fatal allen Tieren die gleiche Menge einer Kräutermixtur zu verabreichen.

Tiertherapie Starnberg

Pflanzenheilkunde in der Tiertherapie

Nun, Pferde reagieren auf etliche Substanzen schneller und auch empfindlicher als der Mensch. Als Beispiel der gerne gefütterte Knoblauch. Beim Menschen wird dieser aufgrund seiner belegten, antibiotischen Wirkung auf den Stoffwechsel und das Blut angewendet. 

Beim Pferd hingegen kann eine eine falsche Dosierung unter anderen dazu führen, dass ein Enzym blockiert wird, das die roten Blutkörperchen vor freien Sauerstoffradikalen schützt. Dies kann dann zu einer Tendenz der Blutarmut führen. 

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“

Paracelsus 1493-1541

Ganz abgesehen von allergischen Reaktionen auf Kräuter oder gar Wechselwirkungen. 

Die Behandlung mit der Pflanzenheilkunde

Eine Behandlung jeder Art, die dem Wohl des Pferdes dienen soll, sollte von geschulten und erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden. Wie schnell landet eine Handvoll Kräuter im Futter, die auf 25 Gramm geschätzt wurde? 

Oft wird diese Heilmethode noch belächelt, obwohl es die am längsten in der Geschichte der Menschheit bestehende medizinische Therapieform ist.

Die Natur kann uns das geben, was wir uns unsere Tiere zur Heilung benötigen. Wir müssen nur herausfinden was passt. Einmal ausgetestet schützt dies zudem vor unangenehmen Nebenwirkungen und das Tier bekommt die Hilfe aus der Natur, die es braucht und die auch ihre Wirksamkeit entfalten kann. 

Eine gute Kombination aus Schulmedizin und Naturheilkunde ermöglicht uns ein gewaltiges Spektrum an Behandlungsmöglichkeit. Dieses gilt es nun richtig und mit Verstand zu nutzen.

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